Investition Zukunft: 14 Auszubildende in nur fünf Einrichtungen – Die Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis

Seit dem 01.08. investiert die Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis e.V. noch stärker in Ausbildung als bisher, denn die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen.

 

Der Fachkräftemangel im sozialpädagogischen Bereich ist schon lange angekommen und die Tendenz ist steigend. „Bei fast jeder Bewerberin, die ich einstelle, weiß ich, dass ich einer anderen Einrichtung Personal wegnehme“, so Gabi Baxpehler, Geschäftsbereichsleitung für den Bereich Erwachsene. In Sachen Personalmanagement beschäftigt sich die Führungsebene schon seit Jahren verstärkt damit, neues Personal zu akquirieren. Nun setzt die Lebenshilfe verstärkt in den Bereich Ausbildung.

14 Auszubildende in nur fünf Einrichtungen. Die Ausbildungsquote bei der LH REK ist überdurchschnittlich. Rund zehn Prozent aller Mitarbeiter sind in Ausbildung.

Im letzten Ausbildungsjahr waren es noch fünf Ausbildungsstellen, nun sind es fast dreimal so viele. Zehn der aktuell 14 Auszubildenden haben im August neu angefangen. Die Ausbildungen und deren Formen sind dabei vielfältig. Sei es nur das Anerkennungsjahr oder die praxisintegrierte Ausbildungsform zur Erzieher*in oder Heilerziehungspfleger*in, ein duales Studium für Soziale Arbeit, oder eine Außenarbeitsstelle der gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK) für eine berufliche Bildungsmaßnahme. Sowohl in der Wohnstätte in Elsdorf, als auch in den Kitas in Brühl, Erftstadt, Hürth und Frechen wird ausgebildet. Geschäftsbereichsleiter für Kindertagesstätten, Sebastian Stöcker, sagt: „Die Investition in Ausbildung ist notwendig, um dem Fachkraftmangel entgegenzuwirken und die Zukunft zu sichern“.

Die Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis e.V. hat in den vergangenen Monaten sehr viele Anfragen und Bewerbungen von Auszubildenden erhalten. Pandemiebedingt war und ist es für viele Azubis und Studenten sehr schwierig eine Praxisstelle zu finden. „Bei uns ging der Bewerbungsprozess trotz Pandemie fast reibungslos weiter, da wir sehr schnell die Möglichkeit der Videokonferenz für unsere Vorstellungsgespräche genutzt haben.“, so Sebastian Stöcker weiter.

Die LH REK möchte auch andere Träger ermuntern verstärkt auszubilden, denn der Fachkräftemangel ist auch auf fehlende Ausbildungsplätze und Praxisstellen zurückzuführen.

Das eigene Fachpersonal noch stärker selbst auszubilden, als eine Lösung des Problems, ist die neue Strategie, welche die Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis e.V nun verfolgt.

„Wenn sich die Azubis bei uns wohlfühlen und eine angemessene Ausbildung erhalten, können wir später auf Fachkräfte zurückgreifen, die qualitativ gute fachliche Arbeit leisten.“, betont der Vorstandsvorsitzende, Horst Baxpehler, „Aber natürlich freuen wir uns auch jederzeit sehr über externe Bewerbungen.“