Was lange währt, wird endlich gut: Erste Begehung des Kita-Neubaus an der Brühler Ströpp
Nach vielen Hürden ist es so weit: Der Neubau unseres Kitagebäudes in Brühl Süd nimmt sichtbare Gestalt an – und wir durften zum ersten Mal gemeinsam die Baustelle begehen.
Was lange währt, wird endlich gut! Nach vielen Hürden und einem langen Weg der Planung war es in diesem Jahr endlich soweit: Der Bau unseres neuen Kitagebäudes an der Brühler Ströpp in Brühl Süd hat begonnen – und das Tempo lässt sich schon jetzt sehen. Inzwischen steht bereits fast das erste Obergeschoss.
Gemeinsame Begehung: Ein erster Blick ins neue Zuhause
An diesem Freitag stand die allererste gemeinsame Baustellenbegehung auf dem Programm. Gemeinsam mit unserer Architektin, der Innenarchitektin, der Kitaleitung, Gabriele Maletz, und unserem Geschäftsbereichsleiter für Kindertagesstätten, Sebastian Stöcker, haben wir die Baustelle zum ersten Mal zu Fuß erkundet und den aktuellen Baufortschritt besichtigt.
Noch vor dem eigentlichen Termin durften die Beteiligten die bereits ausgewählten Farben und Materialien für den Innenausbau bestaunen und, das ist beim Innenausbau ja nicht zu unterschätzen, mit den Fingern fühlen: Welche Haptik hat die Oberfläche? Wie warm wirken die Farben im Raum? Wie anfühlt sich das Material? Solche Eindrücke kann man sich von einem Bildschirm aus nicht wirklich vorstellen.
Der Blick nach vorn: Sechs Gruppen ab Frühjahr 2028
Der Bau geht gut voran, und auch die Ausstattungsplanung ist in vollem Gange. Im Frühjahr 2028 können wir die drei bereits bestehenden Kita-Gruppen aus Schwadorf in den Neubau verlegen. Insgesamt wird das neue Gebäude sechs Gruppen beherbergen:
- Drei bestehende Gruppen aus Schwadorf ziehen um,
- zwei neue Gruppen entstehen für Brühl,
- und eine heilpädagogische Gruppe aus Frechen wird mit einziehen.
Damit können wir den Bedarf an wohnortnaher Betreuung für Kinder mit erhöhtem Teilhabebedarf im Rhein-Erft-Kreis Süd künftig noch besser abdecken. Ein wichtiger Baustein für Familien in der Region.
Ein Ort zum Ankommen
Wir können es kaum erwarten, das fertige Ergebnis zu sehen: ein heller, freundlicher und warmer Ort, an dem sich Kinder wohlfühlen und an dem Familien sich willkommen fühlen.
Im Anschluss an diesen Beitrag finden Sie ein paar Impressionen von der Baustelle und von den ausgewählten Materialien.

Ausgezeichnet als „Gute gesunde Kita“: Kita Kierdorfer Ströpp erhält den Kita-Preis 2025/2026
Im Historischen Stadthaus in Wuppertal wurde am 15. Oktober 2026 der Kita-Preis „Gute gesunde Kita“ für das Jahr 2025/2026 verliehen. In einem feierlichen Rahmen durften wir als eine der besonders engagierten Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen die Auszeichnung in Empfang nehmen – eine wunderbare Wertschätzung für die tägliche Arbeit in unserer Kita.
Worum es beim Kita-Preis geht
Ausgelobt wird der Kita-Preis von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen (UK NRW) in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Er zeichnet Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen aus, die sich in besonderer Weise für die Sicherheit und Gesundheit von Kindern und Beschäftigten einsetzen und Prävention sowie Gesundheit in herausragender Weise in ihre Qualitätsentwicklung integrieren.
„Die Förderung von Sicherheit und Gesundheit ist keine zusätzliche Aufgabe, sondern ein Hilfsmittel, um den Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag gut zu erfüllen. Als ‚Gute gesunde Kita‘ ausgezeichnete Einrichtungen gehen mit gutem Beispiel voran“, so die Unfallkasse NRW.
In dreistufigem Verfahren ausgewählt
Für den Preis qualifizierten sich die Kitas in einem dreistufigen Verfahren: Nach der Bewerbung mit einer ausführlichen Selbstbewertung in den Qualitätsmerkmalen prüfte ein multiprofessionelles Bewertungsteam der Unfallkasse NRW und der BGW die eingereichten Unterlagen. Im abschließenden Schritt wurde die gelebte Praxis in der Einrichtung vor Ort bewertet – in einem Gespräch mit Leitung, Team und Träger sowie in einem Rundgang durch die Kita.
Starke Auszeichnung in Partizipation und Inklusion
Besonders hervorzuheben ist, dass sich die Kita Kierdorfer Ströpp in den Qualitätsbereichen Partizipation und Inklusion als herausragend bewährt hat. In der Kita sind die Kinder in vielfältiger Weise mitbestimmend eingebunden, und jedes Kind wird – unabhängig von seinen Fähigkeiten, seinem Hintergrund und seinen Entwicklungsständen – individuell gefördert und vollständig im Alltag verankert. Aus diesen Stärken entwickeln sich sichere, gesunde und entwicklungsfördernde Lebensbedingungen für die Kinder und ein respektvolles, belastbares Miteinander im Team.

Stolz, Dank – und etwas für alle
„Wir sind unglaublich stolz und dankbar für diese Auszeichnung“, so Annette Gilles, Kitaleitung der Kierdorfer Ströpp. „Die Wertschätzung für unsere Arbeit in den Bereichen Partizipation und Inklusion ist Anerkennung für das Engagement aller in unserem Team und Bestätigung, dass wir den Kita-Alltag gesundheitsförderlich gestalten.“
Der mit der Auszeichnung verbundene Preis in Höhe von 5.000 Euro wird in der Kita Kierdorfer Ströpp zweckgebunden eingesetzt: Ein Teil fließt in den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden, der andere Teil kommt direkt den Kindern zugute – zum Wohl aller, die in unserer Kita leben und arbeiten.

Der Kita-Preis „Gute gesunde Kita“ wird künftig alle zwei Jahre verliehen. Die nächste Bewerbungsrunde für Kitas in Nordrhein-Westfalen startet voraussichtlich im Frühjahr 2027. Ob wir hier schon mit einer unserer nächsten Kitas teilnehmen ist noch unklar, aber mit Sicherheit werden wir nochmals teilnehmen.
Garten- und Wegeprojekt am 28.08.2026 eingeweiht
Was lange währt wird endlich gut!
Das Gartenprojekt wurde nach langjähriger Planung am 28.8.2026 feierlich eingeweiht, ist aber noch lange nicht abgeschlossen…
Mit vielen guten Ideen der Bewohner und Mitarbeiter fing alles an. Das bis dahin weitgehend ungenutzte Rasenstück hinter der Wohnstätte sollte zur Nutzung attraktiv gestaltet werden.
Ein besonderer Bewohnerwunsch war ein befestigter Weg, der auch mit Rollstuhl, Fahrrädern und Kettcars befahren werden kann.
In diesem Jahr wurde es konkret: Dank großzügiger Spenden konnte der Weg im Frühjahr ausgehoben, ein Unterbau erstellt und gepflastert werden.
Im Sommer haben wir dann den Garten neu gestaltet. Neben Hochbeeten und einer Fläche für eine Insektenwiese kamen ein Außenkicker – stabiler Beton! hinzu. Unter Schatten spendenden Platanen kann nun der Ball rollen. Auf der Wiese stehen große Holzliegen und ein Matschtisch zur Verfügung. Für laue Sommerabende und vielleicht ein bisschen Gitarrenmusik steht eine Feuerschale bereit.
Schon die Gestaltung des Gartens lockte unsere Bewohner/innen ins Freie und es wurde fleißig mit angepackt.
Die neue Außenanlage wird jetzt täglich sehr gerne von den Bewohner/innen genutzt und bietet viel Gelegenheit zur Bewegung und Entspannung.
Wir danken allen Spendern, Planern und tatkräftig anpackenden Helfern herzlichst!






Lea Wergen ist neue Geschäftsbereichsleitung Erwachsene
Mein Name ist Lea Wergen, seit dem 01.02.2026 bin ich Teil der Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis e.V. . Ich habe am 01.07.2026 die Nachfolge von Gabi Baxpehler übernommen.
Als Geschäftsbereichsleiterin für den Erwachsenenbereich vertrete ich die Bereiche Wohnstätte, Betreutes Wohnen, Beratungsstellen KoKoBe und EUTB sowie den Freizeitbereich mit dem Club ´80 – Aktive Freizeit.
Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgaben und die damit verbundenen Herausforderungen. Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen und den gemeinsamen Austausch mit den Menschen, die wir begleiten und unterstützen, sind mir wichtig.
Die Eingliederungshilfe leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Menschen mit Unterstützungsbedarf eine möglichst selbst bestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Mir ist es daher wichtig, bestehende Strukturen gut kennenzulernen, Bewährtes verlässlich fortzuführen und gemeinsam mit dem Team die Angebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.
Dabei lege ich großen Wert auf eine offene, verlässliche und wertschätzende Zusammenarbeit. Ich freue mich auf die kommende Zeit und darauf, die Arbeit der Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis e.V. aktiv mitzugestalten.
Wechsel in der Geschäftsbereichsleitung Lebenshilfe – Vielen Dank Gabi Baxpehler
Elsdorf: Nach 30 Jahren bei der Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis e.V. tritt Gabi Baxpehler in den verdienten Ruhestand. Als Leiterin der Wohnstätte der Lebenshilfe im Dezember 1996 hauptamtlich gestartet hat sie den Aufgabenbereich der „Erwachsenen“ stetig ausgebaut und erweitert. Seit 2020 hatte sie gemeinsam mit Sebastian Stöcker (Bereich Kindertagesstätten) die Geschäftsbereichsleitung inne. Schon 1982 hat Gabi (damals noch Gabi Gentz) als Ehrenamtliche beim Club 80 – Aktive Freizeit – begonnen. Seit 1987 leitet sie diesen Aufgabenbereich. So sind es fast 45 Jahre enge Verbundenheit mit der Lebenshilfe. Wir hoffen, dass sie der Lebenshilfe für den Freizeitbereich noch lange aktiv erhalten bleibt.
Den Aufgabenbereich der Geschäftsbereichsleitung hat zum 01.07.2026 Lea Wergen übernommen. Frau Wergen wird mit Sebastian Stöcker die Geschicke der Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis e.V. leiten und lenken.
Wir danken Gabi Baxpehler für ihr langjähriges Engagement und Verbundenheit und wünschen gleichzeitig Lea Wergen einen guten Start und Erfolg bei der Lebenshilfe.

von links: Sebastian Stöcker – GBL Kindertagesstätten, Lea Wergen GBL Erwachsene, Gabi Baxpehler, Horst Baxpehler Vorstandsvorsitzende
Zum Abschied von Gabi Baxpehler wurde ein schönes Fest mit Bewohnern, Beschäftigten, ehemaligen und Betreuern gefeiert. Mit einem selbst gemalten Bild von der Wohnstätte bekam sie eine wunderschöne Erinnerung geschenkt.

Unsere Stellenangebote für DICH
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In unserer Wohnstätte:
-
Hauswirtschaftsleitung (m/w/d)
-
Nicht-Fachkraft im Tagdienst (m/w/d)
-
Pädagogisch, pflegerische Fachkraft (m/w/d)
Für unsere Kitas:
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kommissarische Kitaleitung (m/w/d) für die Kita Hürther Ströpp
Unterstützung für den Club 80 – Aktive Freizeit:
Ausbildungsstellen
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Berufspraktikum für das Anerkennungsjahr zum:zur Erzieher:in in der Kita Hürther Ströpp
Initiativebewerbungen sind immer gerne gesehen

Von der heilpädagogischen Kita zur inklusiven Einrichtung: Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis macht Mut zur Veränderung
11 Jahre Kita Hürther Ströpp – Ein Jubiläumsfest voller Freude und Gemeinschaft
Bei bestem Sommerwetter feierte die Kita Hürther Ströpp ihr 11-jähriges Bestehen gemeinsam mit Kindern, Familien, Mitarbeitenden, Kooperationspartnern und vielen weiteren Gästen. Das Jubiläumsfest bot zahlreiche Gelegenheiten für Begegnung, Spiel und Austausch und zeigte einmal mehr, wie lebendig die Gemeinschaft rund um die Kita ist.
Bereits zur Begrüßung machte Kitaleiter:in Lena Sittard deutlich, dass die erfolgreiche Arbeit der Kita nur durch das Zusammenspiel vieler Menschen möglich ist. In ihrer Ansprache dankte sie den Familien für ihre tägliche Unterstützung und das Vertrauen in die Arbeit der Einrichtung. Ebenso hob sie die Bedeutung der langjährigen Kooperationspartner hervor, die die Kita auf vielfältige Weise begleiten und unterstützen. Ein besonderer Dank galt darüber hinaus den Mitarbeitenden, die mit großem Engagement, Herzblut und Fachlichkeit jeden Tag wertvolle Arbeit für die Kinder und ihre Familien leisten.
Auch der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis e.V., Horst Baxpehler, richtete einige Worte an die Gäste. In seiner Rede erinnerte er daran, dass die Kita Hürther Ströpp die erste inklusive Kindertagesstätte des Trägers war. Er betonte, wie stolz die Lebenshilfe darauf sei, seit mittlerweile elf Jahren aktiv daran mitzuwirken, eine inklusive Gesellschaft zu gestalten. Die Kita stehe dabei beispielhaft für das Selbstverständnis der Lebenshilfe, allen Kindern einen Ort des gemeinsamen Lernens, Spielens und Aufwachsens zu bieten – unabhängig davon, ob sie mit oder ohne Behinderung leben.
Ein besonderer Dank gilt den Familien, die mit ihren zahlreichen Spenden zu einem vielfältigen und reichhaltigen Buffet beigetragen haben. Die große Auswahl an süßen und herzhaften Speisen sorgte für das leibliche Wohl aller Besucherinnen und Besucher und machte das Fest zu einem kulinarischen Gemeinschaftserlebnis.

Mit viel Kreativität und Engagement hatten sich die Mitarbeitenden der Kita abwechslungsreiche Spielestationen ausgedacht. So konnten die Kinder zunächst eigene Schatzsäckchen nähen, um anschließend bei einer Schatzsuche im Sand nach funkelnden Edelsteinen zu graben. Für jede Menge Spaß sorgten außerdem das Spaghetti-Wettessen, ein Schnellbootrennen mit selbstgebastelten Schwamm-Segelbooten sowie das beliebte Entenangeln.
Besonders knifflig wurde es an der Station „Wer ist wer?“. Hier galt es, die Mitarbeitenden anhand ihrer Kinderfotos zu erkennen – eine Aufgabe, die viele Gäste vor spannende Rätsel stellte und für zahlreiche Lacher sorgte.
Ein besonderes Highlight und gleichzeitig eine gelungene Überraschung für die Kinder war der Auftritt eines Zauberers. Mit seinem abwechslungsreichen Programm sorgte er für staunende Gesichter, begeisterte Kinderaugen und viele magische Momente. Die Vorführung zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher in ihren Bann und war zweifellos einer der Höhepunkte des Festes.

Anlässlich des Jubiläums überreichten Horst Baxpehler gemeinsam mit der Geschäftsbereichsleitung Kindertagesstätten, Sebastian Stöcker, einen Blauglockenbaum für das Außengelände der Kita. Der Baum soll in den kommenden Jahren zu einer stattlichen Größe heranwachsen und den Kindern an sonnigen Tagen wertvollen Schatten spenden. Gleichzeitig steht er symbolisch für die Entwicklung der Einrichtung und die vielen Kinder, die die Kita in den vergangenen elf Jahren begleitet hat.

Ein weiterer Dank gilt den zahlreichen Kooperationspartnern, die die Kita teilweise bereits seit ihrer Gründung vor elf Jahren begleiten und unterstützen. Umso schöner war es, viele von ihnen persönlich auf dem Jubiläumsfest begrüßen zu dürfen und gemeinsam auf die erfolgreiche Entwicklung der Einrichtung zurückzublicken.
Das Jubiläumsfest war geprägt von guter Stimmung, vielen Begegnungen und strahlenden Kinderaugen. Mit dem Fest wurde nicht nur auf elf erfolgreiche Jahre zurückgeblickt, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft gesetzt – ganz im Sinne des neu gepflanzten Blauglockenbaums, der gemeinsam mit den Kindern, Familien und Mitarbeitenden weiter wachsen wird. Die Kita Hürther Ströpp bedankt sich bei allen Gästen, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie den Mitarbeitenden, die mit ihrem Engagement, ihrer Kreativität und ihrem Einsatz zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben.
Auf viele weitere Jahre!
Unterschreiben Sie jetzt: Teilhabe ist Menschenrecht, Lebenshilfe mit bundesweiter Kampagne gegen Kürzungen bei der Eingliederungshilfe
Elsdorf 20.04.2026: Von allen Seiten wird es enger für die Menschen mit Unterstützungsbedarf!
Unterstützen Sie die Rechte der Menschen mit Unterstützungsbedarf und unterzeichnen die Petition: Petitionen: Petition 195716 !
Eine Version in leichter Sprache steht zur Verfügung: Petition in Leichter Sprache
Nur mit der Hilfe Vieler kann es gelingen den Raubbau an den Unterstützungen zu beenden.
Horst Baxpehler
Vorstandsvorsitzender Lebenshilfe im Rhein-Erft-Kreis e.V.
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Hürth, 23. Februar 2026. Die Kommunen klagen immer lauter über leere Kassen – und fast täglich kommen neue, unzumutbare Sparvorschläge. Seit sogar Kanzler Merz die Kosten der Eingliederungshilfe kritisiert hat, wächst die Angst bei Menschen mit Behinderung und ihren Familien. Sie befürchten, dass wichtige Leistungen der Eingliederungshilfe schon bald gekürzt werden könnten. Die Lebenshilfe startet deshalb heute ihre bundesweite Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“. Damit will die Lebenshilfe der Öffentlichkeit zeigen, wie wichtig die Eingliederungshilfe für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Unterstützungsbedarf ist.
Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., erklärt: „Bereits im Grundgesetz steht: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Daher sagen wir: Finger weg von der Eingliederungshilfe! Sie ist die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe und darf nicht angetastet werden. Wer denkt, Menschen mit Unterstützungsbedarf machen sich ein schönes Leben auf Kosten des Staates, irrt gewaltig. Eingliederungshilfe ist kein Luxus! Die Kostensteigerungen sind vielmehr auf die hohen Inflationsraten vergangener Jahre sowie die Tariflohnentwicklung zurückzuführen. Außerdem nehmen die Fallzahlen in der Eingliederungshilfe zu. Das ist eine Folge des medizinischen Fortschritts, der die Lebenserwartung auch von Menschen mit Behinderung erhöht.“
Philipp Peters, Sprecher der Lebenshilfe NRW, sagt: „In Nordrhein-Westfalen erleben Menschen mit Unterstützungsbedarf seit geraumer Zeit die Debatte über steigende Kosten hautnah. Diese Debatte beeinflusst auch die Landesrahmenverhandlungen, was Ängste und Unsicherheit bei den Betroffenen und fehlende Planungs- und Finanzierungssicherheit bei den Leistungserbringern auslöst. Auch bei Tarifverhandlungen wird immer wieder betont, dass die Kommunen leere Kassen haben. Wir sehen mit großer Sorge, dass die Rechte von Menschen nur noch unter Kostenfragen betrachtet werden.
Stattdessen muss dafür Sorge getragen werden, dass Recht und Gesetze endlich umgesetzt werden.
Einsparpotenzial sieht die Lebenshilfe allenfalls im Abbau von Bürokratie. Beispielsweise indem die Überprüfungsintervalle für den Bedarf an Eingliederungshilfe verlängert werden und die Leistungsdokumentation vereinfacht wird.
Morgen wird das Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erstmals auch die Verbände an dem seit September 2025 laufenden Dialogprozess zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe zwischen Bund, Ländern und Kommunen beteiligen. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe wird sich auch dort aktiv gegen Leistungskürzungen, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderung beeinträchtigen würden, zu Wort melden.
Die Lebenshilfe ruft dazu auf, die Inhalte ihrer Kampagne #TeilhabeIstMenschenrecht in den Sozialen Medien zu teilen. Auf www.lebenshilfe.de/teilhabe-ist-menschenrecht gibt es weitere Informationen (auch in Leichter Sprache) und vielfältiges Kampagnen-Material.
Lebenshilfe warnt vor Einschnitten bei der Eingliederungshilfe nach Bericht der Sozialstaatskommission
Nicht auf Kosten von Menschen mit Behinderung!
Ergänzendes Zitat vom Landesvorsitzenden NRW Prof. Dr. Gerd Ascheid
Hürth, 30. Januar 2026: Die Sozialstaatskommission empfiehlt dem Bundessozialministerium, sich bei der Eingliederungshilfe auf zeitnahe Kostensenkungen zu fokussieren, etwa durch Änderungen im Vertragsrecht zum Umgang mit Tarifsteigerungen.
Hierzu erklärt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D.:
„Der Sozialstaat darf nicht auf Kosten von Menschen mit Behinderung reformiert werden. Nicht die Gehälter des Betreuungspersonals, sondern Bürokratieabbau und Vereinfachung der Verwaltungsverfahren sind aus unserer Sicht entscheidend für Kostenbegrenzungen. Denn gerade immer umfangreichere Verwaltungsverfahren machen die Eingliederungshilfe teurer, ohne dass etwas bei Menschen mit Unterstützungsbedarf ankommt. Zum Beispiel müssen trotz gleichbleibender Bedarfe jährlich neue Anträge gestellt werden, deren Umsetzung dazu noch kleinteilig kontrolliert wird.“
Ergänzend sagt Bärbel Brüning, Landesgeschäftsführerin Lebenshilfe NRW:
„Die neuerlichen Ausgrenzungsversuche sind ernsthaft besorgniserregend. Menschen mit Beeinträchtigungen haben dieselben Rechte wie alle anderen auch. Teilhabe an Bildung, Kultur, angemessenes Wohnen, einfach am gesellschaftlichen Leben wie alle anderen auch, das ist machbar und bezahlbar. Dass Menschen mit Beeinträchtigungen für manches Assistenz brauchen, gibt niemandem das Recht, sie auszugrenzen. Menschen sind kein Sparmodell! Die Träger brauchen auskömmliche Finanzierung, die Menschen Assistenz. Das einzige, an dem sich sparen lässt sind Bürokratie und Verwaltungskosten. Teilhabe ist Menschenrecht.“
Die Lebenshilfe fordert die Bundesregierung auf, bei ihrem Grundsatz „Keine Kürzung in der Eingliederungshilfe“ zu bleiben und nicht durch die Hintertür, die individuelle Teilhabe, zum Beispiel durch Pauschalen oder Poolen, zu begrenzen.
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